Von den Anfängen und Meilensteinen des Buchs

Um uns Azubis gleich miteinander bekannt zu machen, hat der Verlag eine Exkursion nach Mainz und Frankfurt organisiert.  Morgens, um kurz vor acht traf sich die sechsköpfige Truppe am Stuttgarter Hauptbahnhof. Dank der verlässlichen Verspätung der Deutschen Bahn gelang es auch den Nachzüglern problemlos, rechtzeitig zur Abfahrt da zu sein. Ausgestattet mit Sandwiches und Gepäck für eine Nacht fuhren wir nach Mainz.

Alles über den Buchdruck

In Mainz angekommen, stand zuerst die Besichtigung des Gutenbergmuseums auf dem Plan. Das ist wohl für jeden, der in der Verlagsbranche tätig sein möchte, ein Muss. Schließlich hat Gutenberg mit der Erfindung des Buchdrucks die grundlegenden Voraussetzungen für unsere alltägliche Arbeit geschaffen. Der Angestellte des Museums, der uns durch das Haus führte, berichtete uns sehr vieles über die alten, unbezahlbaren Gutenberg-Bibeln. Auch zeigte er uns anhand eines Nachbaus der ersten Buchpresse, wie man schon vor hunderten von Jahren eine Buchseite gedruckt hat. Diese alten Buchpressen waren ursprünglich Weinpressen, welche Gutenberg modifizierte, um damit Buchseiten zu drucken.

Einen Einblick in kreative Köpfe

Am späteren Nachmittag ging es dann zum Hermann-Schmidt Verlag. Die befreundeten Kollegen dort gaben uns einen kleinen Einblick in deren Arbeit. Auf eine sehr kurzweilige und humorvolle Art erzählte Frau Schmidt-Friderichs uns sehr vieles über ihre Tätigkeit sowie das Angebot ihres Verlages. Das Spezialgebiet des Hermann-Schmidt Verlags ist die Herstellung besonders schön gestalteter und optisch ansprechender Bücher. An dieser Stelle sollte angemerkt werden, dass eine solche Einladung, bei der uns von einem fremden Verlag so viele spannende Einblicke gegeben werden, durchaus keine Selbstverständlichkeit ist! Daher können wir uns nur herzlich beim Hermann-Schmidt Verlag bedanken! Um diesen eindrucksvollen Tag gemütlich ausklingen zu lassen, gab es noch ein leckeres Abendessen in einem schönen Restaurant.

Von Mainz nach Frankfurt

Frisch ausgeruht fuhren wir am nächsten Tag nach Frankfurt, um dort die Deutsche Nationalbibliothek zu besuchen. Diese sammelt jegliche Art von Büchern und Medien, um diese für die Nachwelt aufzubewahren. Deshalb muss ein Verlag von jedem publizierten Buch zwei Exemplare an die Nationalbibliothek abgeben, damit diese dort archiviert werden können. Außerdem erwartete uns neben der allgemeinen Führung auch eine zusätzliche Führung durch die Exil-Ausstellung. Dort werden Dokumente und Hinterlassenschaften von Menschen archiviert, die gezwungen waren, während des NS-Regimes ins Exil zu flüchten.

Nach diesen einprägenden Eindrücken ging unser Ausflug auch schon dem Ende entgegen und wir machten uns mit dem Zug –  ein weiteres Mal mit Verspätung –  auf den Heimweg. Es waren zwei sehr schöne und vollgepackte Tage, von denen wir alle etwas mitnehmen konnten. Wir sind sehr dankbar für diese Chance und freuen uns schon auf unseren nächsten Ausflug!

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