Schweden – mehr als IKEA und Köttbullar

Irgendwann während meiner Studienzeit verspürte ich die große Lust eine Sprache zu lernen, die nur wenige Menschen beherrschen. Also meldete ich mich für meinen ersten Schwedisch-Kurs an. Nach ein paar Unterrichtsstunden war mir klar: Da muss ich unbedingt mal hin! Dieses Jahr war es dann endlich soweit.

Auf ins Land von Michel und Pippi

Von der schwäbischen Alb aus starteten meine Begleitung und ich unsere Reise mit dem Auto nach Schweden. Gut 1200 Kilometer Fahrt lagen zwischen uns und unserem ersten Ziel – Malmö. 7845 Meter davon führten direkt über das Meer, entlang der berühmten Öresundbrücke, die Dänemark mit Schweden verbindet. Die Fahrt über das Wasser war für mich eines der größten Highlights meiner Schwedenreise. Die gigantische Aussicht auf Land und Meer ließen mich vergessen, wie viele Stunden ich schon im Auto hockte und noch vor mir hatte. Überhaupt stellten wir schnell fest, wie entspannend Autofahren in Schweden ist. So etwas wie Stau gab es nicht. Auf den meisten Strecken durfte man nicht schneller als 100 fahren und daran hielt sich auch jeder.

Für Naturliebhaber der perfekte Entspannungsort!

So gelangten wir ganz entspannt an unser nächstes Ziel und konnten während der Fahrt beobachten, wie sich das Landschaftsbild ändert. Während es im Süden noch mehr von den Feldern, Wiesen und Weiden geprägt war, erstreckten sich weiter nördlich Wälder und Seen. Am Vänern, dem größten See Schwedens und dem drittgrößten Sees Europas, hatte wir ein kleines, typisches Schwedenhäuschen gemietet – fernab von jeglicher Zivilisation. Hier konnte man wortwörtlich die Seele baumeln lassen und sich vom Alltagsstress erholen. Die einzigen Besucher, die ab und an vorbeischauten, waren Bambi und seine Freunde. Als Naturliebhaber kommt man in Schweden auf jeden Fall auf seine Kosten. Vom „Land der Elche“ habe ich leider nicht sehr viel mitbekommen. Obwohl an den Straßen überall vor den großen Tieren gewarnt wurde, ist mir in der freien Wildbahn nicht ein einziger Elch über den Weg gelaufen. Dafür gibt es aber genügend Elchparks in Schweden, in denen man den 800 Kilogramm schweren Wiederkäuern ganz nahekommen kann. Vorausgesetzt man hat eine Hand voll Kartoffeln dabei.

Was man in Schweden auf jeden Fall besitzen sollte ist eine Kreditkarte. Das skandinavische Land ist unglaublich fortschrittlich. Ob am Imbiss um die Ecke oder in der Toilette am Bahnhof, es wird überall mit Kreditkarte gezahlt, egal wie klein der Betrag auch ist. Parkautomaten sind übrigens oft Fehlanzeige, die Parktickets werden einfach per App auf dem Smartphone gezahlt. Wir sind den gesamten Urlaub komplett ohne Bargeld ausgekommen.

Scheinbare Gegensätze wie Natur und Technik sind in Schweden perfekt vereint und die freundliche und zugleich gelassene Bevölkerung verleiht dem Land zusätzlichen Charme. Die drei Wochen waren viel zu kurz, ich werde auf jeden Fall wiederkommen.

Was sagst du dazu?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

1 Kommentar
  • Ralf Weinmann
    6. November 2019

    Wie schön! Ein perfektes Stimmungsbild von „Land und Leute“ gemalt und vieles auf den Punkt gebracht. Das schöne dabei; da ist noch viiiiiel mehr …:) Von 24-Stunden-Sonne im Juni über die leckere Princesstorta bis zu mächtig viel Dunkelheit im Januar … eben viel mehr. Und immer scheint über dem Land das Zitat von Astrid Lindgren zu schweben; sei wild, frech und wunderbar.

    Ja, drei Wochen sind viel zu kurz …;)