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Nach monatelanger Vorbereitung war es am Freitag endlich vollbracht – zum 180 jährigen Jubiläum des Sozialwerks veranstalteten wir Azubis vom Ulmer Verlag  einen außergewöhnlichen Spendenflohmarkt für die Passanten der Hohenheimer Innenstadt.

Der Spendenflohmarkt war schon unser drittes Großprojekt zur Unterstützung des Sozialwerks. Von 11 – 15 Uhr verkauften wir, was das Zeug hielt und sammelten Spenden für in Not geratene Buchhändler und Kollegen aus der Branche. Neben einem älteren Herrn, der noch die vorletzte Generation der Ulmers kannte und seinem Urenkel ein paar Asterix-Hefte zum Geburtstag einkaufte, beehrten uns auch Studenten und Anwohner aus der Region. Bummler aus jeder Altersklasse kamen an unser verträumtes Ständchen, um ihr Glück zu suchen. Auch Kollegen aus dem Verlag schauten mal vorbei und fanden so einiges!

Zwar konnten wir letztendlich nicht alles verkaufen, allein durch den Flohmarkt kamen aber ganze 240 € Spenden zusammen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Denn rückblickend war der Flohmarkt einfach nur…

… gut vorbereitet!

Schon im letzten Jahr haben die Planungen begonnen und es wurde eifrig an einem Konzept für die Aktion gearbeitet. Unter dem Motto „Frühjahrsputz“ überlegten wir uns, wie wir durch den Verkauf von Büchern und anderen Dingen Spenden für das Sozialwerk sammeln könnten. Das Internet schien uns dabei zu unpersönlich, und wir einigten uns auf den traditionellen Flohmarkt. In Absprache mit Herrn Ulmer entschieden wir, mithilfe der ganzen Belegschaft ein unschlagbares Sortiment aufzubauen. Über Monate mauserte sich ein Büro im Verlagshaus so zu einer kleinen Schatzkammer, der Indiana Jones bestimmt gerne einen Besuch abgestattet hätte.

… universell und  umfangreich!


Das Geheimrezept für jeden Flohmarkt: Ein Portfolio ohne Lücken, von Blechdosen bis Schokobrunnen alles dabei und stets einen Verkäufer, der den Interessenten an jede einzelne Kuriosität heranführt.

„Sie wollen ein Schuhputzset kaufen? Der Pokal hier passt doch wunderbar dazu.“
„Natürlich haben wir Brettspiele. Aber noch viel wichtiger: Diese schönen Kunstblumen sehen toll aus zu Ihren Augen.“

Es gab nichts, was der pfiffige Trödeljäger nicht auf dem Flohmarkt finden konnte. Gepaart mit guten Preisen, sympathischem Bierbankambiente und dem Kultstatus des Ulmer Verlages war er so nicht nur ein gern besuchter Ort, sondern gleichzeitig auch ein Paradebeispiel für einen perfekten Flohmarkt!

… sozial!

Was gibt es schöneres, als mit einer spaßigen Aktion Menschen unterstützen zu können, die Hilfe brauchen. Und genau diese Möglichkeit hatten wir wieder mit dem Flohmarkt! Anlässlich des 180 jährigen Jubiläums des Sozialwerks wollten wir unsere Bemühungen, aktiv jemandem helfen zu können, noch verstärken. Mit einer Patenschaft und der Hilfe des gesamten Verlages ist uns das auch durchaus gelungen! Der Flohmarkt markiert quasi einen neuen Nullpunkt, denn ab jetzt kommen die gesammelten Spenden einer netten Dame aus der Bodenseeregion zugute, die neben ihrer Rente noch vom Sozialwerk unterstützt wird.

… innovativ!

Natürlich ist es schwer, an einem so bewehrten Prinzip wie dem eines Flohmarkts noch etwas zu verbessern, aber mit der richtigen Finesse war auch das kein Problem! Durch die Kombination des Klassikers unter den Verkaufsständen mit dem Praxistest, einer Umsetzbarkeitsprüfung verlagseigener Bücher durch uns Azubis, sollte „Selbstgemachtes“ das Sortiment unseres Flohmarkts ergänzen. Man entschied sich für Beate Walthers „Upcycling im Garten“  und verlieh der Aufwertung von Gebrauchtem eine ganz neue Bedeutung. Neben all den Romanen, Küchengerätschaften und diversem Allerlei waren nun auch noch Tomatenpflanzen in verzierten Dosen, zu Minibeeten umfunktionierte Tetrapaks  und als Saatbehälter nutzbare Klopapierrollen Teil unseres Inventars.

… ein Gemeinschaftsprojekt!

Dieser Flohmarkt war nicht nur ein Projekt der Azubis! Jeder Beteiligte trug seinen Teil zu einer erfolgreichen Aktion bei. Besonderen Dank hier an die Mitarbeiter, die so vieles gespendet haben, und an die Buchhandlung Wittwer und ihren Inhaber Herrn Schneckenaichner. Vor den Pforten des gemütlichen Ladens in der Fruwirthstraße 24 profitierte man nicht nur von der Laufkundschaft, sondern auch von der Beliebtheit und dem guten Image der Buchhandlung.

Auch wenn noch einige Kuriositäten, Schätze und Trödeleien übrig geblieben sind, konnten wir mit den eingenommenen 240 € ein schönes Sümmchen sammeln, das unserer Patin am Bodensee zu Gute kommt. Vielen Dank an alle, die mitgeholfen und diesen tollen Flohmarkt erst möglich gemacht haben!

 

Wir freuen uns schon auf weitere Spendenaktionen und hoffen, auch andere dazu inspirieren zu können, das Sozialwerk zu unterstützen!

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5 Kommentare
  • Stefanie Höhle
    26. Juli 2016

    Vielen Dank für die tolle Aktion. Es hat Spaß gemacht euch zu besuchen und in euren Schätzen zu stöbern.
    Ich wollte übrigens auch mal wieder Danke sagen für die Arbeit, die ihr hier in den Blog steckt, auch wenn ich nicht jeden Artikel kommentiere, lese ich alle und es ist immer wieder richtig nett zu sehen was ihr macht.
    Ich kann also nur sagen macht weiter so!!!

    • Laura Möck
      26. Juli 2016

      Vielen Dank Steffi, das freut uns natürlich!

  • Lisa
    27. Juli 2016

    Geile Aktion mit echten Schätzen 😉

  • DM
    28. Juli 2016

    Vielen Dank für den tollen Text. Witzig und informativ. Macht Spaß ihn zu lesen.

  • Ralf Weinmann
    29. Juli 2016

    Sehr schöne Aktion – am Stand ein tolles Angebot, wunderbarer Krimskrams und extrem freundliches Personal …! Und so sind nebenbei endlich mal die Chroniken von Narnia in der heimischen DVD-Kiste gelandet. Das erste nasskalte Herbstwochenende kann (Ende Oktober) kommen.