Unsere Ausbilder – Ursula Stammel

Unsere Ausbilder Frau Stammel

Die Buchherstellung, Werkstatt in der die Bücher und neuerdings auch EPubs und WebPDF’s des Eugen Ulmer Verlages entstehen.
Martin Rieger stellt Ihnen diese Woche Frau Stammel vor, die den Azubis im Werdegang der Bücher mit hilfreichen Tipps über die Schulter schaut.

Wie haben Sie beim Ulmer Verlag begonnen?

Vor über zwanzig Jahren habe ich beim Schäffer Verlag (heute: Schäffer-Poeschel) bereits als Buchherstellerin gearbeitet. Die Materie Steuerrecht war aber ziemlich dröge und ich habe mich beim Ulmer Verlag beworben, da mich die Themen Garten und Tiere sehr interessieren. Es hat geklappt und seitdem bin ich hier.

In welcher Abteilung sind Sie für die Ausbildung zuständig?

In der Buchherstellung betreue ich die Azubis und versuche, ihnen einen Überblick über die abwechslungsreichen Tätigkeiten zu geben. Im Gegensatz zur Zeitschriftenherstellung, die sehr viele Arbeiten selbst ausführt, beauftragen wir hauptsächlich externe technische Betriebe und Grafiker mit der Umsetzung. Wir sind also eher als Projektmanager tätig.

Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit in der Abteilung besonders viel Spaß?

Die Vielseitigkeit! Vom Taschenbuch, über das Fachbuch und den Ratgeber bis hin zum prachtvollen Bildband ist im Ulmer Buchprogramm alles vertreten. Mir macht die enge und angenehme Zusammenarbeit mit den Kollengen im Lektorat und im Buchvertrieb sehr viel Spaß.
Ich bin von der Buchidee bis zum fertigen Buch am Entstehungsprozess beteiligt. In den Programmteams – bestehend aus Lektor, Buchhersteller und Vertriebsmitarbeiter – besprechen wir neue Buchideen und arbeiten Konzepte aus. Kalkulation, Briefing von Grafikern, Auftragsvergabe und Terminüberwachung sind wichtige Aufgaben. Meistens lege ich beim Umbruch noch einmal selbst Hand an und gebe dem Umbruch den letzten, entscheidenden Schliff.
Im Verlagswesen ist es entscheidend, sich von der Konkurrenz abzuheben, deshalb spielen Ausstattung, Gestaltung und Wertigkeit eine immer größere Rolle. In Zukunft werden deshalb auch im Bereich „Tiere“ neue Materialien und Techniken (Papiere, Prägungen und Lackierungen) verwendet, darauf freue ich mich. Es ist immer wieder schön, das fertige Buch in der Hand zu halten.
Seit einigen Jahren sind wir Buchhersteller auch für die WebPDFs und EPubs zuständig. Vor allem die EPubs sind eigenständige Produkte und wir müssen den Inhalt des Buches neu aufbereiten und optimieren, damit der Anwender ein möglichst funktionales Erzeugnis erhält

Was für Erinnerungen haben Sie an Ihre Ausbildungs-/Studienzeit?

Während meiner Ausbildung zur Verlagsbuchhändlerin bei Thienemann durfte ich Michael Ende und Otfried Preußler kennenlernen. Michael Ende war ein sehr beeindruckender Mensch mit viel Empathie und Charisma. Die Bilder seines Vaters Edgar Ende hingen im Verlaggebäude. Edgar Ende malte, wie sein Sohn Michael schrieb.

Warum wollten Sie Ausbilderin werden?

Mein Abteilungsleiter Jürgen Sprenzel hat mich gefragt, ob ich die Azubis betreuen möchte, da Herr Eisele jetzt Teilzeit arbeitet. Ich habe sofort zugesagt, und freue mich nun, den Azubis möglichst viel Wissen weiterzugeben. Ich finde meinen Job total spannend und wünsche mir, dass der Funke überspringt.

Was ist das Besondere an der Arbeit mit den Azubis?

Wir lernen voneinander. Die Azubis sind in InDesign und Photoshop sehr fit und kennen kleine Tricks, die auch mir die Arbeit erleichtern. Und ich versuche, ihnen die sehr technische Welt rund um Materialien, Druck und Weiterverarbeitung spannend nahe zu bringen. Am meisten freut mich, wenn die Azubis selbstständig arbeiten, viele Fragen stellen und interessiert sind.

 

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