lernen

Die ersten sechs Monate im Betrieb waren wie im Flug vergangen, und plötzlich stand sie vor der Tür: Die von allen gefürchtete Zwischenprüfung. In diesem Beitrag möchten wir von unseren Erfahrungen erzählen und zukünftigen Auszubildenden den Prozess etwas näher erläutern.

Kurz zum Allgemeinen: Die Ausbildung zum Mediengestalter beinhaltet einen theoretischen und einen praktischen Prüfungsteil, welche getrennt voneinander geprüft werden. Die Zwischenprüfung wird (im Gegensatz zur Abschlussprüfung) bundesweit von der IHK abgenommen und trägt nichts zur Endnote bei – die Teilnahme ist allerdings erforderlich, um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden.

Auf der Webseite des ZFA (Zentralfachausschuss Berufsbildung Druck und Medien, www.zfamedien.de) wird 6-8 Wochen vor der Prüfung bekannt gegeben, welcher Themenbereich in welchem Lernfeld dran kommen wird. Diese Eingrenzung kann sehr präzise (z.B. „URL“), aber auch sehr vage (z.B. „Druckausgabe“) sein. Außerdem kann es immer vorkommen, dass die Inhalte im Berufsschulunterricht noch nicht behandelt worden sind.

Die ersten Wochen der Vorbereitungszeit verbrachten wir in der Berufsschule hauptsächlich damit, uns gegenseitig verrückt zu machen. Wie immer, wenn es um Prüfungen geht, fängt ein Teil der Schüler extrem früh damit an, Zusammenfassungen auswendig zu lernen, während sich andere dadurch umso mehr unter Druck gesetzt fühlen. Wir für unseren Teil verbrachten die letzten Tage im Betrieb damit, mit unseren Ausbilderinnen intensiv zu lernen. Das hat uns wirklich weitergeholfen und wir konnten mit einem guten Gefühl zur Prüfung antreten. An dieser Stelle möchten wir uns noch mal ganz herzlich dafür bedanken!

Am 19. März ging es dann ans Eingemachte: Alle Mediengestalter-Azubis der IHK Stuttgart fanden sich im großen Kursaal Bad Cannstatt zur Prüfung ein. Jeder von uns hatte im Voraus eine Prüflingsnummer erhalten, die auch gleichzeitig die Sitzplatznummer war. Diese waren nach einem vorgegebenen, uns aber willkürlich erscheinenden System im Raum verteilt, und wir brachten einige Minuten damit zu, in dem riesigen alten Saal unsere Plätze zu suchen. Im Anschluss wurden Personalausweise (Führerschein war auch okay), Anwesenheit und Berichtsheft kontrolliert. Mit einem Gong begann der erste 45-minütige Prüfungsteil: Kommunikation, Wirtschaft und Sozialkunde. Es folgten 15 Minuten Pause, dann kam der fachtheoretische Teil, der ebenfalls auf 45 Minuten angesetzt war.

Im Nachhinein betrachtet war die Prüfung anders, als wir sie uns vorgestellt hatten. Was die Fragen selbst anbelangt (diese werden ziemlich oberflächlich gestellt), war sie einfacher als erwartet. Die Schwierigkeit liegt darin, dass unglaublich viele verschiedene Aufgaben zu jedem Themenbereich infrage kommen und man sein Wissen sehr breit aufstellen muss, um alle beantworten zu können.

Am selben Tag bekamen wir noch unsere Aufgaben für die praktische Prüfung, die wir innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums im Betrieb umsetzen mussten. Dieses Jahr galt es, einen Türhänger zu gestalten und eine Abbildung zu vektorisieren. Mehr dürfen wir noch nicht verraten. 😉

Letzten Mittwoch haben wir die praktische Arbeit schließlich in der Berufsschule abgegeben. Wir sind schon sehr gespannt auf unsere Noten, die wir voraussichtlich in zwei Wochen bekommen.

// Lena

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2 Kommentare
  • Friedrich Springob
    29. April 2015

    …die Spannung steigt, auch bei uns, Euren, Kollegen…

  • Claudia von Freyberg
    30. April 2015

    Wir drücken alle verfübbaren Körperteile, damit es gute Noten hagelt 🙂