Ein schönes und interessantes Cover kann alles entscheiden. Vor kurzem hatte ich in meiner aktuellen Abteilung Buchherstellung die Aufgabe, den neuen Buchgestaltungstrend zu recherchieren und dabei bin ich auf die Designtrends für Buchcover im Jahr 2023 gestoßen. Das hat sofort mein Interesse geweckt. Heute möchte ich euch drei Designs vorstellen, die mir persönlich gefallen.

  1. Ich fange mit “Große Typografie, überladene Hintergründe” an. Hier hat man sofort Schwierigkeiten sich zu orientieren. Ich frage mich selbst, worauf ich mich jetzt konzentrieren soll, denn das Cover ist absichtlich sehr vollgestopft. In der Regel stechen große Buchstaben in Blockschrift auf dem Cover hervor. Im Hintergrund sind oft auffällige Tier- oder Pflanzenfotos zu sehen. Manchmal wird auch der eine oder andere Buchstabe von einem Teil des Bildes verdeckt, sodass die Grenze zwischen Bild und Text verwischt wird. Diese Art von Cover ruft förmlich “HIER, SIEH MICH AN!” und zieht neugierige Leser und Leserinnen an.

  1. Als Nächstes zeige ich euch “Pop Art-Minimalismus”. Pop Art entstand Mitte der 50er-Jahre und hat seitdem an Beliebtheit gewonnen. Heutzutage tritt sie immer häufiger in Erscheinung. Pop Art ist eine Kombination aus Retrobildern und klobigen Schriften. Dieser Trend bietet einen schönen Kontrast zu den überladenen Covern und chaotischen Mustern, die wir dieses Jahr auf einigen Büchern sehen.

 

  1. Das “Nah am Rand” – Design ist interessant und gut geeignet für Bücher, die Schwierigkeiten mit einem engen Layout haben. Es verwendet große Texte, welche sich ganz nah an den Rändern des Buches befinden oder sogar darüber hinausgehen. Dadurch entsteht ein auffälliges Erscheinungsbild. Das Design sieht nicht nur modern aus, sondern kann auch verschiedene Bedeutungen vermitteln. Zum Beispiel kann es darauf hinweisen, dass der Inhalt des Buches zu umfangreich und anspruchsvoll ist, um diesen auf einem normalen Cover darzustellen. Es zeigt auch, dass man über die üblichen Grenzen hinausgeht und Neues wagt. Dieses Design wird oft für Selbsthilfebücher verwendet und dabei sind das Gewicht, die Farbe und die Schriftart der Buchstaben auf dem Cover entscheidend, auch wenn man nicht jeden einzelnen Buchstaben sehen kann.

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1 Kommentar
  • Gefällt mir! Pflichtfortbildung für alle, die irgendwas mit Covern zu tun haben

  • Ralf Weinmann
    4. Juli 2023

    Tolle Auswahl, sehr gute Beschreibung. Prima!