Francfort en français – Frankfurt auf Französisch

Auf der diesjährigen 69. Frankfurter Buchmesse war Frankreich als Ehrengast eingeladen und ich –  Nina, derzeit als wichtiges Mitglied im Buchvertrieb stationiert – hatte das Glück, hautnah alles miterleben zu dürfen.

Die Ankunft

Nach einer mehr oder weniger kleinen Packkrise und einer kurzen Nacht ging es am Mittwoch um 7 Uhr los nach Frankfurt. Am Frankfurter Bahnhof wurde ich von einer riesigen Menschenansammlung, Lärm und Smog begrüßt – was sich bis zur Buchmesse an der Frankfurter Messe nicht wirklich besserte. Das verlangte nach einem großen Becher heißem, dampfendem Kaffee! Direkt vom Bahnhof zum Messeplatz in einer vollgestopften Bahn (anscheinend gibt es sehr, sehr viele Bücherverrückte, die alle auf die Buchmesse wollten) und nachdem ich mehreren Passanten versehentlich mit meinem riesigen Koffer über die Füße gefahren bin, erreichte ich endlich mein Ziel – die Frankfurter Buchmesse, Treffpunkt für die internationale Verlags- und Buchbranche!

Nun musste ich erstmal durch die flughafenähnlichen Kontrollen gelangen, was bei meinem für gefühlt drei Wochen gepackten Taschen nicht ganz einfach war. Koffer auf den Tisch gehievt, Kleidung und sonstiges gut sichtbar für die Umstehenden durchwühlt, dann konnte ich auf die Suche nach unserem Stand gehen. Dieser war nicht allzu schwer zu finden: Dieses Jahr bestach unser Stand in Rosa- und Pinktönen mit Bienchen, Blümchen und Schmetterlingchen – was nebenbei bemerkt sehr positiven Anklang bei den Messebesuchern fand. An diesem Punkt ein großes Lob an das Messeteam, das den Stand kreiert hat: Selbst die Aufbewahrungsschränke passten farblich perfekt zu Teppich und Hintergrund! Super fand ich persönlich, dass ich passend dazu eine Bluse mit Schmetterlingsmotiven anhatte – eben immer perfekt gekleidet ;-)!

Die Fachbesuchertage

Dann hieß es kurz frischmachen, Namensschild anheften und los ging’s mit Kundenberatung, Terminkoordination, Kaffee kochen und Kekse essen. An den ersten drei Tagen waren nur Fachbesucher zugelassen, weshalb sich das Publikum sehr von den anderen beiden Tagen unterschied. Zum Großteil kamen Anfragen verschiedener Dienstleister, wie beispielsweise von Druckereien oder Grafikern, in vielen verschiedenen Sprachen wie englisch, französisch und schwäbisch – manchmal mehr, manchmal weniger verständlich. Auch zu einigen Terminen durfte ich Herrn Ellenberger begleiten und fleißig lauschen, wenn es zum Beispiel um angeregte Gespräche über das AOL Weihnachtspreisausschreiben ging. Außerdem gab es viel Lob zu unseren Büchern und dem aktuellen Programm, das ich natürlich an dieser Stelle weiterleite.

Ein besonderes Highlight – nicht nur für uns, sondern vor allem für die Gewinner – war ein Meet & Greet mit unseren Autoren der Brotbackbücher Lutz Geißler und Monika Drax. Ein halbe Stunde im Gespräch mit beiden, sinnierend über das mitgebrachte selbstgemachte Brot, war für einige der Gewinner ein absoluter Höhepunkt des Tages – verständlich!

Die Privatbesuchertage

Samstags und sonntags war einfach nur voll, voll, voll!!! Ein einziges Gedränge und Geschubse auf den Gängen, als gäbe es etwas umsonst. Wie die Besucher da überhaupt irgendwas von den Ausstellern erkennen konnten, bleibt für mich mehr als fraglich. Ich beobachtete das bunte Treiben lieber von meinem sicheren Plätzchen hinter der Theke aus und arbeitete freiwillig weiter, nur um nicht in diesen Tumult mit tendenzieller Gefahr zur Atemnot raus zu müssen. Doch auch dort blieb es spannend, denn mal einen Gryffindor, Legolas oder eine Sailor Moon zu erblicken, war nichts Außergewöhnliches. Die Cosplayer gaben sich auch dieses Jahr wieder extrem viel Mühe mit ihren Kostümen. Selbst Belle, aus die Schöne und das Biest, und Cinderella beehrten die Buchmesse mit ihrer Anwesenheit; auch ein schon etwas betagterer Darth Vader lief mir über den Weg.

An diesen Tagen gab es jede Menge Fragen, die sich stark von denen der Fachbesucher unterschieden. Hätte ich eine Strichliste geführt, dann wäre die Frage, ob wir die Bücher verkaufen und ob es einen Messerabatt gibt, klarer Sieger. Gerne stand ich den Kunden auch mit Rat und Tat zu Seite, wenn sie auf der Suche nach einem bestimmten Buch waren oder wenn sie fragten, ob es dieses oder jenes Buch auch auf Italienisch (bei dem Buch Italienische Gärten), Deutsch (bei den französischen Ausgaben) oder Französisch (bei den deutschen Ausgaben) gäbe.

Außerdem durfte ich unsere Autorin des Buches „Mein Bienengarten“ Eva Schwarzer zu dem Wettbewerb „The Beauty And The Book Award“ auf der Suche nach dem schönsten Buch begleiten. Auch wenn wir nicht gewonnen haben, war es doch super, unter die besten acht schönsten Bücher gewählt worden zu sein – als Trostpflaster gab es auch Sekt und Kekse. Zumindest können wir hoffen, ein  bisschen Aufmerksamkeit auf das Buch gelenkt zu haben J.

Das Ende

Nun war leider der letzte Messetag gekommen – in Rekordzeit packten wir die Messeutensilien mit Hilfe unseres Top-Messeabbauteams zusammen, stiegen ins Auto und freuten uns, dass alles so reibungslos verlief. Bis wir in den Stau fuhren, der sich konsequent über Kilometer hinweg zog. Was für ein Glück, dass zu dieser Zeit ein detaillierter, langer, etwas trockener, aber natürlich hochinteressanter Bericht über unsere Bundestagswahlen kam – so konnte ich in dösiger Manier aufmerksam zuhören :-D.

Das Fazit

Bunt, laut, voll, spannend und total aufregend – so bleibt mir die Frankfurter Buchmesse in Erinnerung. Ich hatte jede Menge Spaß, konnte viele Erfahrungen sammeln und viele Eindrücke mitnehmen. Ich lernte vieles über unsere Geschäftspartner und Kunden und erfuhr so einiges hinsichtlich Kundenbetreuung und das Vertreiben von Büchern. Unbedingt wieder!

 

 

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