Die Welt der Anzeigendisposition

dispo

Seit Januar bin ich, Laura Möck, in der Anzeigendisposition tätig. Unsere Ausbilderin Frau Keitel wurde bereits von Florian Ellenberger vorgestellt. Heute möchte ich Ihnen einen kleinen Einblick in die verschiedenen Aufgabenbereiche der Anzeigendisposition geben, hauptsächlich über die Objekte Landwirtschaftliches Wochenblatt und Schwäbischer Bauer. Das sieben-köpfige Frauenteam kümmert sich um die Abwicklung der Anzeigen in enger Zusammenarbeit mit dem Anzeigenmarketing, das sich um Werbemaßnahmen und ähnliches kümmert.

Private Kleinanzeigen

In der Dispo wird viel telefoniert, und wenn es bei mir klingelt, soll meist eine private Kleinanzeige im Schwäbischen Bauer oder im Landwirtschaftlichen Wochenblatt erfasst und fehlerfrei im nächsten Heft veröffentlicht werden. Und was da erscheinen soll, war mir anfangs noch recht fremd: Von Heu und Öhmd (ist der Zweitschnitt einer Wiese, hat mir ein Kunde erklärt) über Schlepper, Eggen bis hin zu Tieren ist (fast) alles mit dabei. Da bin ich froh, dass ich schwäbisch während meiner Zeit hier in Stuttgart noch nicht ganz verlernt habe (ursprünglich Dorfkind von der Schwäbischen Alb 😉 ) und meistens auch alles auf Anhieb verstehe, was denn verkauft oder gesucht wird. Und ein kleines Schwätzchen lässt sich mit einigen auch gut halten 🙂 Doch zuerst heißt es Kunden in Cover suchen, denn die meisten haben ihre Kundennummer natürlich nicht parat, IBAN prüfen, damit das Geld eingezogen werden kann – wir wollen schließlich auch was verdienen – und Anzeige aufnehmen, dann ist im Prinzip die Kleinanzeige schon aufgegeben. Also alles halb so wild. Mittwochs wird der Umbruch kontrolliert, donnerstags werden die Belege an Kunden verschickt und freitags Rechnungen versandfertig gemacht.

Gibt´s denn nur Kleinanzeigen?

Nee – es gibt auch noch andere, nämlich die geschäftlichen Anzeigen. Da geht es oft um Imagewerbung oder das Werben für einen Tag der Offenen Tür oder ein neues Hightech-Produkt für die Landwirtschaft. Also werden hier mehr Daten erfasst und die Anzeigen auch nicht hier im Haus gesetzt, sondern in unserer Druckerei. Das alles will angelegt und bearbeitet werden, was bei mir langsam auch ganz gut klappt. Die Druckunterlage des Kunden wird dann an U+U (Ungeheuer und Ulmer, Druckerei) geschickt. Sie wird dort gesetzt und muss von der Dispo wieder freigegeben werden. Wenn zu einem bestimmten Thema mehrere Anzeigenkunden eine Anzeige schalten wollten, werden diese oft in einem Kollektiv platziert. Das Anzeigenkollektiv wird auch hier in der Dispo in InDesign erstellt.

Aber: Größere Anzeigen bringen auch größeren Aufwand mit sich! Da geht’s um andere Summen als bei den Kleinanzeigen: eine ganze Seite in der BWagrar kostet schließlich über 10.000 Euro! Somit hat man auch eine riesige Verantwortung gegenüber unseren Kunden, dass die richtige Druckunterlage an der richtigen Stelle im Heft steht und keine Fehler in der Anzeige sind!

Fazit

In der Dispo werden nicht einfach nur Anzeigen entgegengenommen. Es steckt oft viel mehr dahinter. Der persönliche Kontakt zu den Kunden via Telefon ist oft sehr wichtig, denn gerade hinter den privaten Kleinanzeigen steckt vielmals eine persönliche Geschichte und man gewinnt Nähe zu den Kunden. Auch als Beraterin kommt man oft genug zum Einsatz, und sei es nur, um bei der Formulierung einer Anzeige zu helfen. Und auch wenn es manchmal durch das viele Telefonieren sehr laut zugeht und anstrengend ist, macht es immer wieder Spaß, da man nie weiß, was einen den Tag über erwartet 🙂

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