Mediengestalter in der Schule

Schon den dritten zweiwöchigen Berufsschulblock haben Lena und ich mittlerweile hinter uns. Es gibt also viel zu erzählen.

An der Johannes-Gutenberg-Schule Stuttgart, Zentrum für Druck und Medien, besuchen wir eine von vier Parallelklassen. Wir sind nur 21 Schüler, 10 davon haben mit Lena im vergangenen Jahr die einjährige Berufsfachschule für Mediengestalter besucht, 11 sind, genau wie ich, direkt im zweiten Jahr eingestiegen.

Dadurch ist die Altersspanne bei uns riesig: Von 17 bis 26 Jahren ist alles dabei. Manche haben die mittlere Reife, einige die Fachhochschulreife, viele Abitur, manche haben schon ein Studium oder eine andere Ausbildung begonnen, zum Teil sogar abgeschlossen. Die Vorkenntnisse sind also extrem breit gefächert. Demnach verbrachten wir in den ersten Wochen noch viel Zeit mit Wiederholungen, die für die einen gähnende Langeweile und für die anderen totales Neuland bedeuteten. Positiv war allerdings, dass diejenigen, die sich schon auskannten, denen helfen konnten, die sich etwas schwerer taten. Gerade am Anfang des Schuljahres hat das den Zusammenhalt sichtlich gestärkt.

Unterrichtet werden wir in den Fächern Deutsch, Gemeinschaftskunde, Wirtschaftskompetenz, Religion, Kommunikation, Englisch, Wirtschaftsenglisch und allen voran in BfK.

BfK, das steht für Berufsfachliche Kompetenz und setzt sich aus insgesamt acht Teilfächern zusammen, die am Ende des Schuljahres eine Note ergeben. Der Unterricht ist entweder praktisch, also im Computerraum, oder theoretisch. Am geschicktesten ist es meinem Empfinden nach, wenn man die Theorie zur Praxis beim selben Lehrer hat. So weiß dieser immer, auf welchem Stand man im zugehörigen Fach ist und die beiden Unterrichtsfächer ergänzen sich gegenseitig. Themen des zweiten Ausbildungsjahres sind unter anderem Datenbanken und Programmiersprachen, Logogestaltung, Wirkung von Formen, Bildbetrachtung, Datenhandling, Bilderfassung, Urheberrecht und, und, und.

Direkt vor Weihnachten ging der altbekannte Schulstress, den manche schon hinter sich geglaubt hatten, dann so richtig los. In fast allen Fächern schrieben wir Klassenarbeiten, teilweise gleich mehrere am selben Tag. Bei den meisten hatten wir alle ein gutes Gefühl, andere konnten wir sehr schlecht einschätzen. Insgesamt sind die Arbeiten trotzdem gut ausgefallen: Der Durchschnitt lag fast immer im Bereich der Note 2.

Ende Januar bekamen wir schließlich unser Halbjahreszeugnis. Bei Lena und mir lief alles wie erwartet und erhofft, und wir sind zufrieden mit unseren Zwischenzeugnissen. 🙂 Wirklich aussagekräftig wird aber erst das Zeugnis am Ende des zweiten Halbjahres: Dann werden auch die Noten in Kommunikation und den beiden Wahlpflichtfächern Englisch und Wirtschaftsenglisch erteilt, sowie die Projektkompetenz-Note.

Schon im März erwartet uns eine spannende Projektwoche, gefolgt von einer weiteren Unterrichtswoche, und am 19.03. ist es dann so weit: Zwischenprüfung. Es bleibt also spannend bei uns Mediengestaltern!

Für weitere Infos über unsere Berufsschule: jgs-stuttgart.de

// Anna Zeller

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