Nachwuchsparlament & Buchtage Berlin

Auch dieses Jahr konnten wieder 100 Nachwuchskräfte der Buchbranche am Nachwuchsparlament teilnehmen und bei den Buchtagen des Börsenvereins des deutschen Buchhandels in Berlin dabei sein. Dieses Mal machten sich Leonie und ich, Nina, auf die Reise in das wunderschöne Berlin.

Du bist verrückt, mein Kind, du musst nach Berlin

Um noch ein bisschen Kultur mitzunehmen, reisten Leonie und ich bereits am Sonntag nach Berlin, um dort durch die Stadt zu streifen. Next stops: Bundestag, Bundesrat, Reichstag, Brandenburger Tor, Checkpoint Charlie, Vapiano (siehe Bild). Nach mehr als 20.000 Schritten und einem McFlurry mit Smarties fielen wir todmüde in unser Bett im ONE80°-Hostel. Am nächsten Tag hatten wir noch etwas Zeit, uns das Schloss Bellevue, den Bahnhof Zoo und die Siegessäule anzusehen, bevor es ins Ellington Hotel zum Nachwuchsparlament und zu den Buchtagen ging.

Workshops und Exkursionen

Nach der Eröffnung der Key Note über Audiobooks bei Deezer und der anschließenden  Podiumsdiskussion „Der Kunde von morgen“, stand das Ausformulieren unserer Handlungsempfehlungen an den Börsenverein auf dem Programm. Diese werden von unseren Nachwuchssprechern Cleo und Philipp am Mittwoch den anwesenden Verlegern und Sortimentern vorgetragen. Auch dieses Jahr wurden wieder die Schließung von staatlichen Berufsschulen und der Monopolisierung des Media Campus‘ thematisiert. Aber auch über ein Gütesiegel für Azubi- und Volontariatsstellen, für das sich Verlage bewerben können, wurde gesprochen. Dies beinhaltet einen Leitfaden für die Ausbildungsstätten, was die Ausbildung alles beinhalten muss, und soll garantieren, dass die Azubis und Volos eine umfassende Ausbildung mit allen relevanten Themen erhalten.

Anschließend standen Workshops und Gespräche zu Themen wie „Ausgeträumt – Ist der Traum vom E-Book vorbei?“, „Innovatives Buchmarketing mit Social Media“ oder „Debattieren probieren“ für uns Nachwuchskräfte an diesem Tag an.

Die anschließend stattfindenden Exkursionen zu Buchhandlungen und Verlagen boten spannende Einblicke in die Branchenpraxis. Leonie, ich und 20 andere Nachwuchskräfte besuchten Johannes Klaus und Marianna Hillmer des Reisedepeschenverlags in deren Wohnung. Bei einem gemütlichen Zusammensitzen bei Bier, Limo und Seetang-Snacks erzählten uns die beiden, wie aus einem Reiseblog ein Buchverlag werden soll und welche tollen Bücher sie planen (https://www.reisedepeschen.de/verlag/reisedepeschen-verlag/).

Beendet wurde der Tag bei einem Get together im Kulturquartier silent green, wo wir gemeinsam lecker aßen und tranken und schwatzten.

Buchkäufer – quo vadis?

Am nächsten Tag waren wir zum Kongressprogramm der Buchtage eingeladen.

Jana Lippmann, Leiterin der Marktforschung des Börsenvereins, sowie Judith Ebe und Christoph Freier von GfK präsentierten gemeinsam die Studie „Buchkäufer – quo vadis? – Zahlen, Ursachen, Strategien“. Warum kaufen weniger Menschen Bücher? Welche Altersgruppe ist am meisten betroffen? Wie können die Käufer zurückgewonnen werden? Der Börsenverein hat im Rahmen einer groß angelegten Studie das Kaufverhalten untersucht und auf den Buchtagen die Ergebnisse vorgetragen.

Auch die Auswirkung des Smartphones auf unsere Gesundheit war ein interessantes Thema. Alexander Markowitz thematisierte auf sehr unterhaltsame Weise, was mit einer Gesellschaft passiert, „die fortwährend auf ein kleines Kistchen starrt“. Zu diesem Thema schrieb er auf ebenso unterhaltsame Weise das Buch „Digitaler Burnout: Warum unsere permanente Smartphone-Nutzung gefährlich ist“, das sofort auf Platz Eins meines Stapels ungelesener Bücher gerutscht ist.

Am letzten Tag fand die Hauptversammlung des Börsenvereins statt. Dort gaben unsere Nachwuchssprecher unsere Empfehlungen ab, in der Hoffnung, dass wir gemeinsam eine Lösung finden werden.

Fazit

Auch dieses Jahr war das Nachwuchsparlament reich an Erfahrungen und Erkenntnisse für uns!  Es waren wieder sehr aufregende und spannende Tage in Berlin, die sich hoffentlich auch im nächsten Jahr für uns frisch ausgelernte Medienkaufleute wiederholen.

Leonie & Nina

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