Von der Medienkauffrau zur Gärtnerin

Nach ihrer Ausbildung zur Medienkauffrau beim Verlag Eugen Ulmer ist Nina vor drei Jahren nach Berlin gezogen. Sie möchte Landschaftsgärtnerin werden. Im Interview hat sie uns erzählt, wieso sie diesen neuen Schritt gewagt hat und wie sie rückblickend darüber denkt.

Nik:   Wie gefällt es Dir in der neuen Stadt?
Nina:   Berlin ist sehr aufregend und facettenreich. Ich liebe es hier. Ich bin nun schon über drei Jahre in der Hauptstadt und nach wie vor fühle ich mich richtig wohl. Trotzdem fehlt mir natürlich mein schönes Schwabenländle und ich komme immer wieder gerne zu Besuch.

Nik:   Wie kam es dazu, dass Deine neue Ausbildung in Berlin stattfindet? Hast du eine besondere Beziehung zu dieser Stadt?
Nina:   Seit meinem ersten Berlin-Besuch als Kind war mir klar, dass ich eines Tages hier leben möchte. Da ich auch einige Freunde in Berlin hatte und meine Schwester auch vor mir schon dort  hingezogen ist, war ich sowieso öfter im Jahr hier. Der Schritt umzuziehen fiel mir also leicht. Anfangs hatte ich verschiedene Jobs als Medienkauffrau, jedoch wurde mir zunehmend klar, dass ich an die frische Luft gehöre.

Nik:   Was fasziniert Dich an der Arbeit als Landschaftsgärtnerin?
Nina: Natur und Pflanzen faszinieren mich schon immer. Das war auch ein Grund, warum ich mir damals den Verlag  Eugen Ulmer ausgesucht hatte. Im GaLaBau kann ich außerdem meine kreative Seite ausleben und meine handwerklichen Fähigkeiten werden auch immer besser.

Nik:   Hat die Zeit beim Verlag Eugen Ulmer Deine neue Berufswahl beeinflusst? Wenn ja, wie?
Nina:   Auf jeden Fall. Der enge Kontakt zur Grünen Branche und die netten Kollegen im Verlag, von denen die meisten ja selbst Fachleute sind, haben mich bestärkt auf meinem Weg zur Landschaftsgärtnerin.
„Der Zander – Das Handwörterbuch der Pflanzennamen“ ist eins der wichtigsten Lehrmedien in unserer Berufsschule. Ich muss jedes Mal grinsen, wenn ich das Buch in der Hand halte, da es mich jedes Mal an meine Zeit bei Ulmer erinnert.

Nik:   Du hast erzählt, dass bei euch das Ulmer-Lernportal zum Einsatz kommt. Wofür verwendet Ihr es genau?
Nina:   Jeder Auszubildende in der Berufsschule hat einen Zugang bekommen und wir haben als Klasse eine Gruppe im Lernportal. Jeder kann es freiwillig benutzen. Die meisten verwenden es zum Pflanzen lernen. Was ich toll daran finde ist, dass einige ausbildungsrelevante Bücher, wie z.B. „Grundwissen für Gärtner“, dort abrufbar sind.

Nik:   Was sind Deine Aufgaben in dem neuen Betrieb?
Nina:   Mein Betrieb ist sehr groß und hat dementsprechend meist große Baustellen/Projekte mit klassischen Landschaftsbauarbeiten. Wir haben die neusten Baumaschinen und modernste Bautechnik. Zu unseren Hauptaufgaben gehören Geländegestaltungen, Wegebau, Pflaster- und Betonarbeiten, Pflanzungen, wie auch Erd- und Tiefbauarbeiten im Zusammenhang mit Außenanlagen.
Aktuell bin ich z.B. bei einer Neubau-Baustelle, bei der wir die Höfe machen. Wir erstellen dort u.a. Muldenrinnen aus Naturstein für Regenwasser und bepflanzen die Vegetationsflächen. Zur Zeit lerne ich dort den Pflanzschnitt an Bäumen und wie man Baumverankerungen baut.
Zu meiner Ausbildung gehören zusätzlich zur Berufsschule außerbetriebliche Schulungen. Eine davon wird z.B. Teichbau sein, wobei mir bestimmt meine Zeit als Teichbeauftragte bei Ulmer weiterhelfen wird. Auf den Kettensägenschein freue ich mich auch schon.
Es gibt leider immer noch fast keine Frauen in diesem Beruf. In meiner Klasse bin ich die Einzige. Der Job ist zwar körperlich sehr anstrengend, aber ich möchte hier nochmal allen Frauen Mut machen und zeigen, dass sie keine Scheu davor haben müssen.

Nik:   Hast du schon Pläne, wie Du nach der Ausbildung weitermachen möchtest?
Nina:   Da meine Ausbildung noch zwei Jahre geht, habe ich noch keinen konkreten Plan. Ich bin aber zuversichtlich, da ich mir sicher bin, dass ich meine Branche gefunden habe und in dieser auch bleiben werde. In ganz Berlin gibt es ja jederzeit genügend Baustellen, weshalb mir bestimmt nicht langweilig werden wird. Ansonsten kann ich in dem Beruf ja auch gut überall sonst auf der Welt arbeiten. 🙂

Herzlichen Dank für das Interview! Der gesamte Verlag Eugen Ulmer wünscht Dir das Allerbeste für deine Zukunft!

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1 Kommentar
  • Katja Splichal
    20. April 2020

    Wow!! Das ist einfach. Nur. Schön. Es ist das tollste, wenn eine Pflanze den richtigen Topf findet oder eben, wie du, Nina, endlich ins Freie kommt! Herzlichen Glückwunsch zu der tollen Entscheidung, aber auch zu dem Mut, auf dein Herz zu hören! Wenn du soweit bist: also, der Teich.. tja, der Teich… ach, komm einfach mal wieder vorbei! 🙂