Wie bereits in unserem Blog erwähnt, gab es für uns Ende August zwei besondere Tage: Die Azubi-/Volontärsexkursion an den Bodensee. Eine tolle Gelegenheit, auch für uns zwei Neuen, Nina und Leonie, die Gruppe der jungen Ulmer kennenzulernen und etwas über die Insel Reichenau zu erfahren.

Wie alles begann

Pünktlich um 7:30 Uhr starteten wir vor dem Verlagsgebäude. Frank der Busfahrer stand mit seinem großen Bus schon bereit und half uns, unser Gepäck einzuladen. Auf der anschließenden zweistündigen Fahrt wurde geplaudert, gelacht und da es früh am Tag war, natürlich auch viel geschlafen.

Endlich am Ziel angekommen, wurden wir von unserer netten Reiseführerin auf der Reichenau begrüßt, die uns im Anschluss interessante Geschichten über die Insel erzählen konnte. Sie selbst lebt seit vielen Jahren hier und kennt das Gebiet genauso in- und auswendig, wie die Erlebnisse, Erfahrungen, Ideen und auch Probleme der Reichenauer.

Alles rund ums Gemüse

Die Insel Reichenau im westlichen Teil des Bodensees, dem Untersee, beherbergt eine kleine Gemeinde mit ca. 5.000 Einwohnern. Ein wichtiger Wirtschaftszweig für die Menschen hier ist der Anbau und Verkauf von (Bio)- Gemüse. So gibt es rund 80 Familienbetriebe, die fast ausschließlich im Haupterwerb tätig sind. Während wir die Straßen entlangwanderten, kamen wir an allerhand verschiedenen Gemüsesorten vorbei: Kohlrabi, Zucchini, Staudensellerie, Weintrauben, Salate, Gurken, Tomaten – letztere natürlich in den charakteristischen Glasgewächshäusern.

Das Wetter war unglaublich heiß und so freuten wir uns, wenn wir ab und zu ein paar Tropfen aus den Beregnungsanlagen der Felder abbekamen. Das Reichenauer Bewässerungssystem ist sehr beeindruckend. 60.000 m unterirdische Rohre versorgen jedes Fleckchen der Insel mit Wasser! Sowas muss man erst mal konstruieren!

Natürlich ist im landwirtschaftlichen Gewerbe nicht immer alles Friede Freude Eierkuchen. Der Arbeitsaufwand ist manchmal enorm, so reicht es nicht mehr aus, einfach seine Tomaten zu ernten und weiterzuverkaufen. Hohe Ansprüche der Supermärkte verstärken den „Verpackungswahnsinn“, wie es unsere Tourleiterin ganz treffend ausgedrückt hatte. So sollen z.B.  genau 300 g Rispentomaten (möglichst an einem Strang) abgepackt werden – mehr ist erlaubt, weniger geht gar nicht. Da man nicht pro Päckchen lange hin- und herüberlegen kann und es schnell gehen sollte, wird schon auch mal was verschenkt.

Uns hats gefallen

Als Weltkulturerbe ist die Insel Reichenau bei schönem Wetter gut besucht. Ob mit dem Fahrrad oder dem Auto, ausreichend Touristen gibt es in jedem Fall. Unser Fazit: Zu Recht! Die Insel ist wirklich ein wunderschöner Ort und immer einen Ausflug wert. Vor allem bei diesem heißen Wetter, wenn man den Badesee direkt vor der Haustüre hat und sich auch die Zeit findet, ins kühle Nass zu springen!

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1 Kommentar
  • Claudia von Freyberg
    6. Oktober 2016

    Alle Eure Berichte und Fotos sind sehr lesenswert! Freut mich, dass Ihr so einen schönen und interessanten Aufenthalt hattet. Eigentlich müsste man auch alle “Verbraucher” mal in diese Betriebe schicken, damit sie sehen, welch harte Arbeit hinter den doch geringen Lebensmittelpreisen steckt …