Zero Waste – keinen Platz für unnötigen Müll

von Posted on

Einmal im Jahr treffen sich alle Azubis und testen gemeinsam Rezepte und Ideen aus einem unserer Ulmer-Bücher. Für unseren diesjährigen Praxistest haben wir uns für das im Frühjahr erschienene Buch „Zero Waste Kosmetik“ von Melanie Göppert entschieden.

Naturkosmetik & Müll einsparen

Zero Waste ist derzeit im Trend und schont unsere Umwelt. Handcremes, Gesichtsmasken und Badebomben sind heute nicht mehr wegzudenken. Oft denkt man beim Kauf gar nicht an die vielen Inhaltsstoffe und an die ganzen Plastikverpackungen. In diesem Buch gibt es Anleitungen und Rezepte, wie man Naturkosmetik selbst herstellen und dabei auf unnötige Verpackungen verzichten kann. Beim Durchblättern fiel unsere Wahl auf zwei Rezepte, die „Sheasahne mit Orangenduft“ und das „Leichtes Sprudelbad“. Anstatt für den Orangenduft haben wir uns für die Duftöle Yasmin und Lavendel entschieden. In vielen Onlineshops sind die benötigten Materialen leicht herzukriegen.

Mit Teamarbeit ans Ziel

An einem Freitag haben wir uns alle gemeinsam in der Kantine getroffen und die Rezepte ausprobiert. Wir haben die Aufgaben untereinander aufgeteilt und uns an die Arbeit gemacht. Es wurden Rosenblätter zerkleinert, Sheabutter aufgeschlagen und viel gerührt. Wir haben uns Schritt für Schritt an die Anleitungen gehalten.
Für die Handcreme benötigten wir nur wenige Zutaten – Sheabutter, Rapsöl und ätherische Öle. Wir haben uns dafür entschieden, zwei verschiedene Duftrichtungen (Lavendel und Jasmin) zu benutzen, damit auch für jeden etwas dabei ist. Der Nachhaltigkeit halber wurde die Handcreme in kleine Gläser eingefüllt und die Etiketten mit einem Kreidestift beschriftet, damit man sie auch nach Aufbrauchen der Creme wiederverwenden und neu beschriften kann.
Die Badebomben waren etwas zeitaufwendiger. Als erstes mussten wir die Kakaobutter in einem Wasserbad schmelzen und mit den restlichen Zutaten in einer großen Schüssel mischen. Die Masse wurde anschließend lange geknetet, bis sie die richtige Konsistenz erreicht hat. Jetzt mussten daraus noch kleine Badekugeln geformt werden. Über das Wochenende haben wir die Badebomben trocknen lassen und sie dann in kleine Papiertüten eingepackt.

Unser Fazit

Trotz Maske und Sicherheitsabstand hatten wir viel Spaß beim Herstellen der Produkte. Ein bisschen Verzweiflung kam zwischendurch auf, denn 4kg Sheabutter mit einem Handrührgerat zu schlagen, ist dann doch nicht ohne. Dementsprechend sah auch unser Arbeitsplatz aus – Sheabutter auf dem Boden, Tischen, Stühlen und auf uns. Nach einem Putzmarathon hat davon aber niemand mehr etwas gesehen.
Die Handcreme ist sehr reichhaltig und gibt einem die benötigte Feuchtigkeit. Vor allem während dieser Zeit, in der man sich ständig die Hände desinfizieren muss, haben viele Leute eine rissige und trockene Haut. Im Voraus dachten wir, dass die Badekugeln der schwierigere Teil sind, da mehr Produkte benötigt werden. Diese waren jedoch problemlos herzustellen und haben super funktioniert. Alles in allem braucht man etwas Zeit, aber es lohnt sich! Denn es ist ein tolles Gefühl, genau zu wissen, was man sich da auf die Haut schmiert oder in die Badewanne kippt.

Eine Spende von Herzen

Wie jedes Jahr haben wir diesen Test durchgeführt, um Spenden für das Sozialwerk des Deutschen Buchhandels zu sammeln. Dementsprechend haben wir die Badebomben und Handcremes innerhalb des Verlages verkauft. Das Interesse war groß und wir sind fast alles losgeworden! Leider haben viele Menschen keine Badewannen mehr und somit war es etwas schwerer, die Badekugeln zu verkaufen – aber mit etwas Verkaufsgeschick hat auch das geklappt. Auf den Gängen waren noch den ganzen Tag Leute zu sehen, die sich die Hände eincremten. Wir freuen uns sehr, unsere Spende weitergeben zu können und sind schon gespannt, welches Buch wir nächstes Jahr für den Praxistest aussuchen werden.

Was sagst du dazu?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Noch keine Kommentare