Die Zeitschriftenproduktion aus Herstellungssicht

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Wie entsteht eigentlich eine Zeitschrift und was sind die Aufgaben der Hersteller*innen während diesem Prozess? Nachdem wir hier schon einmal über die Abläufe in der Buchherstellung berichtet haben, gibt es nun dazu das Pendant.

Die Zeitschriftenherstellung

Die Zeitschriftenherstellung arbeitet eng mit der Redaktion zusammen und ist für die Gestaltung der einzelnen Fachzeitschriften verantwortlich. Zusätzlich werden auch noch sonstige Projekte wie Plakate, Flyer, Eigenanzeigen und Werbemittel in der Zeitschriftenherstellung realisiert. Für ihre tägliche Arbeit nutzen die Hersteller*innen die Anwendungen der Adobe Creative Cloud. Das ist das Layoutprogramm InDesign, das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop und ab und an das Vektorgrafikprogramm Illustrator.

Von der Idee zur Zeitschrift

Es gibt mehrere Möglichkeiten wie eine Zeitschrift produziert wird. Im Normalfall gibt es eine*n Hauptredakteur*in, welche/r sich um die Inhalte kümmert. Je nach entsprechendem Themenplan für das Jahr, werden Autor*innen/Redakteur*innen zu Artikeln, Bildern und Grafiken angefragt. Für jede Ausgabe wird ein sogenannter Bogenplan erstellt, der zur transparenten Darstellung des Arbeitsfortschrittes dient. Dort sind die jeweiligen Artikel mit Seitenzahlen und Anzeigen hinterlegt. Jede/r Redakteur*in und Hersteller*in trägt dort den aktuellen Stand ein, damit alle Beteiligten informiert sind.

Eine ansprechende Optik gestalten

Jede Zeitschrift hat ein eigenes Erscheinungsbild und somit eigene Gestaltungsrichtlinien und Elemente, die verwendet werden dürfen. Trotzdem hat man als Hersteller*in die Freiheit neue Dinge auszuprobieren und das Layout mit eigener Kreativität zu gestalten.
Als Hersteller*in hat man die Aufgabe, Seiten der Zeitschrift anzulegen und die von der Redaktion gelieferten Daten eines Artikels aufzubereiten. Zudem liefert die Anzeigenabteilung Druckdaten und Dateien von Anzeigenkunden, welche auf den Seiten platziert werden müssen.
Die Inhalte des vom Redakteur bereitgestellten Manuskriptes; Texte, Bilder, Grafiken und Elemente für die Beiträge, werden in InDesign gesetzt und in Rücksprache mit der Redaktion angepasst. Außerdem hat man die Aufgabe Tabellen und Grafiken zu setzen, die entweder mit Illustrator oder InDesign gestaltet werden.
Ein weiterer Arbeitsbereich in der Zeitschriftenherstellung ist die Bildbearbeitung und die Bildretusche. Mit Photoshop müssen die Bilder, die in der Zeitschrift erscheinen, so aufgebessert werden, dass sie druckreif sind und optimal im Endprodukt dargestellt werden können. Das bedeutet, dass die Farben der Bilder individuell korrigiert, Filter und Retuschen angewendet und Bilder freigestellt werden.

Die letzten Schritte zum Endprodukt

Sobald eine Zeitschrift fertig gestaltet und korrigiert worden ist, werden in der Zeitschriftenherstellung Druck-PDFs von den Layoutseiten geschrieben, die an die Druckerei weitergeleitet werden. Auch weitere Schritte für die Veröffentlichung auf anderen Kanälen, wie beispielsweise den einzelnen Webseiten der Zeitschriften, werden eingeleitet. Zudem werden alle Daten der Zeitschriften für Backups archiviert.

Nach getaner Arbeit ist es immer ein richtig gutes Gefühl, die eigen gestaltete Kreation in physischer Form in seinen Händen zu halten und zu wissen, dass sich viele Leser, auch unterbewusst, über die Gestaltung freuen und Lust haben die Zeitschrift lesen.

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1 Kommentar
  • Frauke Muth
    19. Oktober 2020

    Lieber Simon,

    vielen Dank für die schönen Beiträge, die Du für die Schafzucht layoutet hast. Sie haben mir sehr gut gefallen 🙂

    LG Frauke Muth (Schafzucht-Redaktion)