Mit fast einer Dreiviertelstunde Verspätung ging es am 16.10.15 zur Frankfurter Buchmesse. Wer noch ein wenig Schlaf nachzuholen hatte, tat das im Bus, denn die Buchmesse spannte einen ab dem ersten Moment voll ein. Schon beim Betreten bot sich ein beeindruckender Anblick, egal ob er einem schon bekannt war oder nicht.

An jeder Ecke ein Stand mit Lesestoff, wohin das Auge reicht. Wieder konnte man sich stundenlang damit beschäftigen, durch die endlosen Gänge zu wandern und nach allerlei spannenden Dingen Ausschau zu halten. Ist man das erste Mal auf der Messe, wird man schier erschlagen von der unglaublichen Masse an verschiedenen Büchern, Verlagen und kulturellen Eindrücken. Denn neben den sowieso schon präsenten Ländern in den internationalen Hallen war mit Indonesien wieder ein recht exotischer Teil der Welt als Gastland vertreten. Es bot mit einem weiträumigen Pavillon einen sehr interessanten Auftritt.

Unterteilt in mehrere Bereiche zeigte dieser verschiedene Inseln. Ihr jeweils anderer Charakter wurde mit Lesungen, Filmen, Musik und kulinarischen Spezialitäten zum Ausdruck gebracht. So breiteten sich die vielen Facetten des Landes direkt vor einem aus, und man stellte sich ohne Probleme auf dessen Wahlmotto „17 000 Inseln der Imagination“ ein, das sich genauso gut auf die gesamte Messe übertragen ließ. Denn diese war mit mehr als  7100 Ausstellern aus über 100 Ländern ebenso ein Ort der Vielfalt und Verbundenheit.

Ganz in diesem Sinne boten verschiedene Hilfsorganisationen auch Flüchtlingen eine Möglichkeit, die Buchmesse kostenlos zu besuchen. An vielen Ständen konnte man Diskussionen zur aktuellen Weltlage und der Flüchtlingspolitik aller Länder lauschen. So war die diesjährige Messe auch ein Forum vielfältiger Meinungen.

Neben dem politisch-sozialen Aspekt, der einem dieses Jahr nahezu überall begegnete, boten die klassischen Hallen-Spaziergänge ebenso viel Spannendes. Neben den durchgängig gut besuchten Besucher-Lieblingen lohnten sich auch Stände von unscheinbaren Nischenverlagen. Hier konnte man sich in kuriose Werke einlesen, oder aber in aller Ruhe mit den Autoren reden.

Der Ulmer-Stand war mit seinem Bienen-Design ein echter Hingucker. Man kam beim Vorbeigehen nicht umhin, ihn wenigstens neugierig anzuschauen. Er wirkte sehr lebendig und bei weitem nicht so monoton wie das Einheits-Grau vieler anderen Stände. So war der Ulmer-Stand dieses Jahr ein Magnet für viele interessierte Besucher. Selbst ein flüchtiger Blick aus der Ferne weckte sofort den Drang, später nochmal vorbeizuschauen.

Irgendwann macht sich Müdigkeit und Erschöpfung breit, und um 16 Uhr war man doch froh, wieder im Bus nach Hause zu sitzen. Ungeachtet der Tatsache, dass man bedingt durch Stau und Baustellen  knapp vier Stunden später angekommen ist, war der Ausflug zur Buchmesse wieder durch und durch ein großes Ereignis.

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