Medienkauffrau/-mann beim Verlag Eugen Ulmer? Was macht man da?

Der Beruf der Medienkaufleute – Wir machen viel mehr als nur „Irgendwas mit Medien“

Der Beruf

Die Ausbildung zur Medienkauffrau oder zum Medienkaufmann ist eine sehr vielseitige. Die Tätigkeitsfelder des Berufs reichen von Planung und Steuerung der Herstellung von Medienprodukten bis hin zu Marketingprozessen und Vertriebstätigkeiten. Im Regelfall dauert die Ausbildung zweieinhalb Jahre und findet dual – in der Berufsschule und im Betrieb – statt. Die Industrie und Handelskammer sichert den Standard und nimmt schlussendlich auch die Abschlussprüfung ab.

Das Kaufmännische

Für den späteren beruflichen Werdegang bietet eine kaufmännische Ausbildung eine hervorragende Grundlage. Hauptbestandteil derselben ist dabei, wirtschaftlich kluges und effizientes Handeln in der freien Wirtschaft zu erlernen. Die Ausbildung des Medienkaufmanns, der Medienkauffrau ist dabei speziell auf die Verlags- und Medienbranche zugeschnitten. Während wir in der Berufsschule die theoretischen wirtschaftlichen Hintergründe und Fähigkeiten kennenlernen und erwerben, sind wir in der Lage, diese parallel im Betrieb im Ausbildungsalltag am praktischen Beispiel anzuwenden.

Welche Abteilungen werden durchlaufen?

Die Bandbreite des Angebots des Verlag Eugen Ulmer ist breit. Neben digitalen Produkten gehören hauptsächlich sowohl Bücher als auch Zeitschriften zum Repertoire. Im Zeitschriftenbereich spielt der Verkauf von Werbeanzeigen eine zentrale Rolle und trägt maßgeblich zum Umsatz bei. Um den Verkauf, die Erfassung und die Platzierung der Anzeigen zu gewährleisten, gibt es zwei Abteilungen im Verlag Eugen Ulmer – das Anzeigen-Marketing und die Anzeigendisposition. Im Anzeigen-Marketing geht es um direkten Kundenkontakt im Verkaufsgespräch mit Geschäftskunden. Passend dazu lernen die Auszubildenden in der Anzeigendisposition, wie die Anzeigenaufträge erfasst und im Heft platziert werden. Zwei weitere Abteilungen des Zeitschriftenverlags sind die Abo-Werbung und der Zeitschriftenvertrieb. In der Abo-Werbung werden neben Messeauftritten auch Marketing-Aktionen zur Abo-Gewinnung geplant und durchgeführt. Der Zeitschriftenvertrieb stellt dann den direkten Ansprechpartner zwischen den Leser*innen und dem Verlag dar und führt die Tätigkeiten aus der Abo-Werbung fort. Hier werden unter anderem die Abo-Bestellungen sowie die Kündigungen erfasst. Direkte Kundenbetreuung am Telefon, per E-Mail, Brief oder Fax spielt dabei eine zentrale Rolle. Im Buchbereich werden das Lektorat und das Buchmarketing besucht. Ersteres ist für das Lektorieren und redigieren der Texte verantwortlich. Letzteres kümmert sich um die Vermarktung der Buchtitel. Unerlässlich für ein kaufmännisches Unternehmen sind auch die Personalabteilung und die Buchhaltung, die sich um die Angestellten und die Finanzen kümmern. Neben den bisher genannten Abteilungen, die vornehmlich betriebswirtschaftliche Kenntnisse vermitteln, nimmt auch Gestalterisches eine wichtige Rolle ein. In den Herstellungsabteilungen – je eine für den Buch- und eine für den Zeitschriftenbereich – werden die Layouts der Publikationen mit Hilfe von Adobe-Programmen erstellt. Außerdem haben die Hersteller*innen die Kostenentwicklungen im Blick, kalkulieren und sprechen sich mit Lieferanten und Produzenten ab.

Für wen ist der Ausbildungsberuf geeignet und welche Fähigkeiten sind dabei vonnöten?

Wenn Du gerne die wirtschaftlichen Hintergründe des Marktes verstehen und kennenlernen möchtest und ein Interesse an Medien in gedruckter und digitaler Form hast, ist eine Ausbildung bei Ulmer womöglich genau das richtige für Dich. Außerdem sind ein Verständnis für Zahlen und gute Kenntnisse der deutschen Sprache wichtige Voraussetzungen. Einen Abschluss am Berufskolleg, eine Fachhochschulreife oder ein Abitur sollte man mitbringen.

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1 Kommentar
  • Gutekunst
    17. März 2021

    Toller Bericht über den Ausbildungsberuf – vielen Dank dafür