Praxistest – ­Vögel füttern rund ums Jahr

Filmrolle

An Futterstellen lassen sich die Tiere aus nächster Nähe beobachten. Aktuell, passend zur kalten und frostigen Jahreszeit haben wir Azubis am Montag Vogelfutter selbst hergestellt, damit die Vögel gut gesättigt durch den Winter kommen. Dazu haben wir das Buch „Vögel füttern rund ums Jahr“ von Hans Egidius als Unterstützung zurate gezogen.

Wir suchten uns drei Rezepte aus, die wir für die Vögel zubereiten wollten – ­eins für feinere Schnäbel, ein krümeliges Weichfutter und Meisenknödel.

Das Einkaufen erwies sich als nicht ganz so einfach wie gedacht. Für zwei der drei Rezepte brauchten wir zwei Kilo Rindertalg, das muss man jedoch mindestens eine Woche vorher beim Metzger bestellen, die Zeit hatten wir leider nicht. Zum Glück aber wird eine Alternative, nämlich Kokosfett, im Buch beschrieben.
Also auf in den Bioladen und Kokosfett kaufen. In der Tierhandlung kauften wir dann noch Igelfutter, das mit getrockneten Mehlwürmern versehen ist. Es ist sehr trügerisch, da es genauso riecht und abgesehen von den Mehlwürmern aussieht wie ganz normales Müsli.
Sonst brauchten wir nur noch übliche Lebensmittel wie Sonnenblumenkerne, Trockenobst, Haferflocken, Eier und tiefgefrorene Wildbeeren.

Was natürlich nicht fehlen durfte waren Behältnisse in denen wir nachher unsere Körner-Kokosfett-Früchte-Mischungen aufhängen konnten. Also mussten nur noch Tontöpfe, zwei Kokosnüsse und eine stabile Schnur gekauft werden.

Dann ging es in der Verlagsküche los mit dem Mischen.
Zuerst rührten wir nacheinander die verschiedenen Mischungen an. Nach dem eifrigen Kochen war allerdings Geduld gefragt. Die soßenähnliche Masse musste nun von Kochtemperatur herabkühlen, so dass das Kokosfett wieder fester werden konnte. Um die Wartezeit zu verkürzen widmeten wir uns dann den Kokosnüssen. Die mussten nun mittels mitgebrachter Handsägen halbiert, der Saft entfernt und das Fruchtfleisch rausgenommen werden. Hört sich einfach an, war aber ein großer Kraftaufwand und hat einige Zeit in Anspruch genommen. Das vorbereiten der Behältnisse hat aber auch sehr viel Spaß gemacht und für einige Lacher gesorgt.
Damit die Vögel leichter an das Futter kommen, haben wir kleine Äste an eine Schnur gebunden und diese an die Töpfe und Kokosnüsse geknotet. So können dann die Vögel gemütlich auf die kleinen Äste sitzen und nebenher das leckere Futter genießen.

Als die Mischungen dann abgekühlt waren, füllten wir diese in unsere präparierten Töpfe und Kokosnüsse und überlegten uns währenddessen, wo wir die insgesamt acht Futterbehälter aufhängen könnten.
Mit Leiter unterm Arm und dem leckeren Futter bepackt machten wir uns nun auf, diese rund um den Verlag aufzuhängen. Das Weichfutter haben wir im Verlagsgarten auf einem Tellerchen für die Vögel bereitgestellt. An dem sich allerdings kurz danach schon ein großer Feind der Vögel zu schaffen gemacht hat ­– eine Katze.

Wir hoffen, dass die Vögel unser Futter lieben werden und damit gut gestärkt durch den Winter kommen.
Man muss nicht immer nur die fertigen Knödel im Handel kaufen, sondern kann diese ganz einfach auch selbst machen und der Tierwelt im Winter etwas Gutes tun.

// Julia Braun

 

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3 Kommentare
  • Sabine Gutekunst
    16. Dezember 2013

    Toller Artikel und ein schönes Video. Bin gespannt ob wir dann Vögle an dem Baum beobachten können.

  • Ulrike Rieger
    18. Dezember 2013

    Den Vögeln in unserem Garten schmeckt das Futter schon. Danke für den Tip.

  • Werner Baumeister
    2. Januar 2014

    Gut gemacht, aber an der Arbeitssicherheit müssen wir noch etwas feilen. Wie die Mädels da rückwärts Sägen! Eine Augenweide. Aber es ging ja nochmal gut!
    Weiter so! Die Vogelwelt dankt es euch.