Die Hohenheimer Gärten

Bei der letzten Online-Weihnachtsfeier des Verlags gab es als kleine Überraschung eine Tombola, bei der unsere Ausbildungsleitung eine Führung durch die Hohenheimer Gärten mit anschließendem Picknick gewonnen hat. Nun war es endlich soweit und wir machten uns nach der Arbeit mit einer Kollegin aus der Gartenbauredaktion auf den Weg in die nahe gelegene Gartenanlage.

Über die Gärten

Die Hohenheimer Gärten sind Teil des Campus der Universität Hohenheim in Stuttgart. Sie wurden 1776 gegründet und seitdem immer wieder durch verschiedene Gartenteile erweitert. Der älteste Teil der Hohenheimer Gärten ist der exotische Garten. Der Landschaftsgarten und der botanische Garten kamen später dazu. Die Gärten beheimaten viele tausend Stauden und Gehölze und können ganzjährig kostenfrei besucht werden.

Erkundung des exotischen Gartens

Eines der ersten Dinge, die wir am Beispiel eines mittelalten Ginkgo-Baumes lernten, war, dass Stauden und Gehölze auch Geschlechter haben können. Weibliche Ginkgo-Bäume bilden nach ein paar Jahrzehnten fruchtähnliche Samenstände aus, die bei voller Reife fürchterlich ranzig stinken. Leider lässt sich beim Pflanzen junger Bäume nicht sagen, ob es sich um einen männlichen oder einen weiblichen Vertreter der Art handelt und so muss man einfach abwarten, ob der Ginkgo die Samenstände entwickelt.
Als der Garten angelegt wurde, wurden viele exotischere Bäume einfach auf heimische Stämme aufgepfropft, was bis heute teils skurrile Gebilde entstehen ließ. Manche der Stämme, auf die aufgepfropft wurde, wuchsen schneller oder mehr in die Breite als ihr aufgepfropfter Teil.

Bei der Staudenterrasse steht einer der ältesten Bäume der Gärten, er wurde bei deren Gründung gepflanzt und steht nun seit fast 250 Jahren dort. Auch die Staudenterrasse selbst ist durch die zu verschiedenen Jahreszeiten blühenden Stauden immer einen Besuch wert. Ein wahres Bienenparadies!

Viele Bäume lassen sich an ihrer Blattform oder auch an ihrer Rinde identifizieren. Besonders einfach ist es zum Beispiel bei Birken oder Kirschen, die eine gut wiederzuerkennende Rindenstruktur besitzen.

Vier heimische Ahorne

Was wir auf jeden Fall von diesem Tag mitnehmen werden, ist das Wissen über die vier verschiedenen einheimischen Ahorne: Spitzahorn, Bergahorn, Feldahorn und Burgenahorn. Würdet ihr den Unterschied kennen? Wenn man über Ahorne spricht, ist es eigentlich immer der Spitzahorn mit seinen typischen fünf- bis siebenlappigen spitz zulaufenden Blättern, den man im Kopf hat. Der Bergahorn hat im Gegensatz dazu abgerundete Blattspitzen und fühlt sich auch etwas samtiger an als der Spitzahorn. Feld- und Burgenahorne haben kleinere Blätter. Beim Feldahorn sind die Blätter fünflappig und abgerundet, während das Blatt des Burgenahorn dreilappig ist. Die Blattränder sind beim Burgenahorn ebenfalls abgerundet.

Pizza statt Picknick

Da es nun doch schon etwas kälter geworden war, wurden wir nach dem Besuch der Hohenheimer Gärten zu einer Runde Pizza in der Verlagskantine eingeladen. Bei gutem Essen und bunten Gesprächsthemen ließen wir den Abend ausklingen.

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